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Eine Hausmesse ist die Messe, bei der Sie die Regeln machen.

Kein Standplatz in Halle 6, keine Öffnungszeiten eines Veranstalters, kein Wettbewerber zwei Gänge weiter: Ihre Kunden kommen zu Ihnen, sehen die Produktion und bleiben einen halben Tag statt zehn Minuten. Wir organisieren solche Veranstaltungen seit Anfang der 90er – über 128 Mal.

Vorlauf
sechs bis neun Monate
Typische Größe
80 bis 600 Gäste
Dauer
ein bis zwei Tage
Ort
Ihre eigene Fläche
§ 01Warum

Die Rechnung, die selten jemand aufmacht.

Ein Messeauftritt kostet Standmiete, Standbau, Technik, Reise, Hotel und drei Tage Personal, bevor der erste Besucher da war. Eine Hausmesse kostet Ausstattung und Programm – die Fläche haben Sie schon, und sie steht meist ohnehin still, wenn Sie den richtigen Termin wählen.

Auf einer fremden Messe

  • Standmiete, Standbau, Technik, Reise, Hotel, drei Tage Personal
  • Zwanzig Wettbewerber in Sichtweite
  • Gespräche von zehn Minuten im Stehen
  • Termin und Öffnungszeiten gibt der Veranstalter vor
  • Die Besucher sehen einen Stand, nicht Ihr Unternehmen
  • Die Kontakte teilen Sie sich mit allen anderen Ausstellern

Im eigenen Haus

  • Die Fläche ist bezahlt – Kosten entstehen für Ausstattung und Programm
  • Sie sind der einzige Anbieter im Raum
  • Gäste bleiben einen halben Tag, oft mit Entscheidern
  • Termin, Ablauf und Gästeliste bestimmen Sie
  • Werksführung, Maschine im Betrieb, Menschen aus der Produktion
  • Jeder Kontakt gehört Ihnen, inklusive Anmeldedaten

Und der ehrliche Gegenpunkt: Auf eine fremde Messe kommen Besucher von selbst. Zu Ihnen kommt nur, wen Sie einladen. Eine Hausmesse funktioniert deshalb mit einer gepflegten Kundenliste und mit Partnern, die ihre eigenen Kunden mitbringen – nicht mit Laufkundschaft. Wenn Ihre Liste dünn ist, sagen wir das vorher.

§ 02Bausteine

Woraus eine Hausmesse besteht.

Acht Teile, die zusammenpassen müssen. Sie können jeden einzeln bei uns beauftragen oder alles zusammen.

Fläche

Aus der Halle wird eine Veranstaltungsfläche

Zonen für Empfang, Vorträge, Ausstellung, Catering und Pause. Wege, die Gäste von selbst finden. Absperrung dort, wo die Produktion weiterläuft. Bestuhlung, Podeste, Beschilderung, Garderobe, Parken.

Programm

Ein Tag mit Takt

Begrüßung, Fachvorträge, Vorführungen an der Maschine, Werksführungen in Gruppen, offener Teil für Gespräche. Kurze Blöcke, klare Zeiten – und genug Luft dazwischen, weil die guten Gespräche in den Pausen entstehen.

Einladung

Gäste, die wirklich kommen

Verteiler aufbereiten, Einladung gestalten und versenden, Anmeldestrecke, zwei Erinnerungswellen, Telefonnachfass bei den wichtigsten Kunden. Wir rechnen mit Zusagequoten, nicht mit Hoffnung.

Mitaussteller

Partner bringen ihre Kunden mit

Lieferanten und Partner als Mitaussteller: Flächen vergeben, Standausstattung einheitlich halten, Aufbauzeiten koordinieren – und jeder von ihnen lädt seinen eigenen Verteiler ein. Das ist der günstigste Weg zu mehr Gästen.

Ausstattung

Mobiliar, Technik, Standbau

Bestuhlung, Stehtische, Theken, Lounge, Teppich, Bühne, Beschallung, Leinwand oder LED-Wand, Licht, Strom, Beschilderung. Mietware statt Anschaffung, angeliefert in der Reihenfolge des Aufbaus.

Bewirtung

Catering, das zum Ablauf passt

Begrüßungskaffee, Mittagsimbiss oder Foodtruck, Getränke über den Tag, abends Standparty oder Abendessen. Dazu Kühlung, Spülmöglichkeit, Geschirr – und Verpflegung für die Aufbaucrew.

Personal

Empfang, Hosts, Technik, Regie

Anmeldung und Namensschilder am Eingang, Hosts für die Führungen, Techniker für Ton und Bild, jemand für die Regie. Ihre eigenen Leute bleiben dabei im Gespräch mit den Kunden statt am Kaffeeautomaten.

Sicherheit

Genehmigungen, Flucht- und Rettungswege

Sobald viele Gäste in einer Betriebshalle sind, gelten andere Regeln als im Arbeitsalltag. Wir klären Zulässigkeit, Fluchtwege, Brandschutz, Sanitätsdienst, Versicherung und – wenn nötig – die Abstimmung mit der Behörde.

§ 03Zeitplan

Neun Monate, von hinten gerechnet.

So läuft eine Hausmesse mit rund 300 Gästen. Kürzer geht auch – dann verschieben sich vor allem die Einladung und die Ausstellerakquise nach vorn.

T − 9 Monate
Ziel, Termin, BudgetrahmenWas die Veranstaltung erreichen soll, welcher Wochentag passt, was sie kosten darf. Termin früh sichern: Ferien, Feiertage, Branchenmessen und der eigene Produktionsplan schließen viele Tage aus.
T − 8 Monate
Konzept und FlächenplanProgramm, Zonen in der Halle, Gästezahl, erster Hallenplan. Daraus das Budget mit jeder Position einzeln.
T − 7 Monate
Mitaussteller ansprechenLieferanten und Partner einbinden, Flächen und Beteiligung klären. Je früher, desto eher planen die ihre eigenen Einladungen mit ein.
T − 6 Monate
Genehmigungen und SicherheitZulässigkeit der Halle, Flucht- und Rettungswegeplan, Brandschutz, Sanitätsdienst, Versicherung. Die Behördenwege liegen hier, nicht im letzten Monat.
T − 5 Monate
Referenten und Programm fixierenVorträge, Vorführungen, Werksführungen mit Zeiten und Gruppengrößen. Ab jetzt ist das Programm einladungsfähig.
T − 4 Monate
Vergabe der GewerkeMobiliar, Technik, Standbau, Catering, Personal, Logistik – ausschreiben, vergleichen, beauftragen.
T − 10 Wochen
Einladung rausVerteiler aufbereitet, Einladung versendet, Anmeldestrecke offen. Ab hier zählen wir Zusagen statt Vermutungen.
T − 5 Wochen
Erinnerung und NachfassZweite Welle an alle ohne Antwort, Telefonnachfass bei den wichtigsten Kunden. Jetzt steht die Größenordnung für Catering und Bestuhlung.
T − 3 Wochen
Ablaufplan und BriefingMinutenplan für Aufbau, Programm und Abbau, Hallenplan final, Briefing für alle Gewerke, Ihr Team und die Mitaussteller.
T − 2 Tage
AufbauProduktion räumen und absichern, Anlieferung in Reihenfolge, Bestuhlung, Technik, Beschilderung, Technikprobe mit den Referenten.
Tag 0 · 06:00
Der VeranstaltungstagCrew-Frühstück, letzter Rundgang, Empfang besetzt, Türöffnung. Ab hier führen wir Regie – und Ihre Leute sprechen mit ihren Kunden.
Tag 0 · ab 18:00
AbbauAbends und nachts, damit am nächsten Morgen wieder produziert werden kann. Fläche besenrein, Maschinen frei.
T + 10 Tage
Nachfassen und abrechnenKontaktliste aus Anmeldung und Veranstaltungstag an den Vertrieb, Fotos, geprüfte Schlussrechnung, Auswertung: Zusagequote, tatsächliche Gäste, was beim nächsten Mal anders gehört.
§ 04Die Halle

Was in einer Betriebshalle anders ist.

Der Unterschied zur Kongresshalle: Bei Ihnen wird gearbeitet. Das ist der Reiz der Hausmesse – und die Stelle, an der die meisten Planungen unterschätzt werden.

Produktionshalle Empfang Check-in Garderobe Vortragsbereich Bühne · Bestuhlung Ausstellung Mitaussteller Catering Ausgabe · Kühlung Sammelpunkt Werksführung Produktion läuft weiter Absperrung Tor 1 · Gäste Tor 2 · Anlieferung Gästeweg Anlieferung Notausgänge frei halten
So wird aus einer Produktionshalle eine Veranstaltungsfläche: ein Weg für die Gäste vom Tor über Empfang und Ausstellung zum Vortrag, ein getrennter Weg für die Anlieferung, eine Absperrung zur laufenden Produktion und Notausgänge, die über den ganzen Tag frei bleiben.

Laufender Betrieb

Welche Bereiche stehen still, welche laufen weiter, wo verläuft die Grenze? Absperrung, Sichtschutz und ein Wegeplan, der Gäste gar nicht erst in die Nähe bringt.

Maschinen und Gefahrstellen

Abgesperrt, ausgeschaltet oder bewusst im Betrieb als Vorführung – mit Abstand, Aufsicht und einer klaren Ansage an die Gäste.

Flucht- und Rettungswege

Die Wege des Arbeitsalltags reichen bei 300 Gästen nicht. Breiten, Kennzeichnung, freie Tore und die zulässige Personenzahl je Bereich gehören in den Plan.

Boden und Lasten

Ölige Böden, Bodenmarkierungen, Gitterroste, Kranbahnen: Was gereinigt, abgedeckt oder gesperrt werden muss, entscheidet sich beim Ortstermin.

Strom, Licht, Akustik

Hallenbeleuchtung ist selten Veranstaltungslicht, und eine große Halle klingt hart. Beschallung, Licht und Stromverteilung planen wir dafür extra ein.

Anlieferung und Parken

Ihr Werksverkehr, die Lkw der Gewerke und die Gästeautos am selben Tor – das braucht Zeitfenster, Einweisung und notfalls eine Fläche außerhalb mit Shuttle.

Sanitär und Garderobe

Zwei Werkstoiletten reichen für 300 Gäste nicht. Mobile Einheiten, Garderobe und Aufenthalt gehören zur Fläche.

Wetter

Alles, was draußen geplant ist, braucht eine Zeltvariante. Die Entscheidung fällt zwei Tage vorher, nicht am Morgen.

§ 05Kosten

Woraus sich der Preis zusammensetzt.

Eine Pauschale pro Gast nennen wir nicht – sie wäre geraten. Was wir nennen können, sind die Positionen und das, was sie treibt. Damit können Sie selbst rechnen, bevor Sie uns fragen.

PositionWas dahinterstecktWas den Preis treibt
Fläche herrichtenRäumen, Reinigen, Absperrung, Bodenschutz, BeschilderungZustand und Größe der Halle, Produktionsstillstand
MobiliarBestuhlung, Stehtische, Theken, Lounge, TeppichGästezahl, Anspruch, Mietdauer
TechnikBeschallung, Licht, Leinwand oder LED, Strom, TechnikerHallengröße, Vortragsprogramm, Betreuung vor Ort
StandbauFlächen für Mitaussteller, Bühne, Podeste, BrandingZahl der Mitaussteller, System- oder Individualbau
CateringKaffee, Imbiss, Getränke, Abendteil, Crew-VerpflegungGästezahl, Tageszeit, Ausgabestellen, Personal
PersonalEmpfang, Hosts, Service, Technik, Auf- und AbbauDauer, Nacht- und Wochenendstunden
EinladungGestaltung, Druck, Versand, Anmeldestrecke, NachfassGröße des Verteilers, Print oder digital
ProgrammReferenten, Moderation, Vorführungen, UnterlagenExterne Redner, Übersetzung, Aufzeichnung
SicherheitOrdnungsdienst, Sanitätsdienst, Brandsicherheitswache, VersicherungGästezahl, Auflagen der Behörde
PlanungKonzept, Projektleitung, Vergabe, Regie, AbrechnungUmfang – von einzelner Leistung bis Gesamtverantwortung

Der größte Hebel liegt nicht im Einkauf. Er liegt bei den Mitausstellern: Partner, die eine Fläche belegen und ihren eigenen Verteiler einladen, senken Ihren Anteil an den Kosten und erhöhen gleichzeitig die Gästezahl. Zwei bis sechs solcher Partner verändern die Rechnung mehr als jede Verhandlung über Stuhlpreise.

§ 06Checkliste

Zum Abhaken.

Die Punkte, die in unseren Projekten am häufigsten vergessen werden. Auch brauchbar, wenn Sie die Hausmesse selbst organisieren.

Vor der Einladung
  • Termin gegen Ferien, Feiertage und Branchenmessen geprüft – auch gegen den eigenen Produktionsplan
  • Ziel festgelegt – Neukunden, Bestandspflege, Produktpremiere oder Personalgewinnung. Danach richtet sich alles Weitere
  • Verteiler aufbereitet und auf aktuelle Ansprechpartner geprüft
  • Mitaussteller angefragt, Beteiligung und Flächen geklärt
  • Zulässigkeit der Halle geklärt, Flucht- und Rettungswege geplant
  • Programm steht mit Referenten, Zeiten und Gruppengrößen
Vor dem Aufbau
  • Anmeldungen ausgewertet, Catering- und Stuhlzahlen daran angepasst
  • Werksverkehr, Gewerke und Gästeparken in Zeitfenster gelegt
  • Produktion abgestimmt: was steht still, was läuft weiter, wer sichert ab
  • Sanitär, Garderobe und Aufenthalt für die Gästezahl ausgelegt
  • Technikprobe mit den Referenten terminiert, nicht erst am Morgen
  • Schlechtwettervariante für alles, was draußen geplant ist
Danach
  • Kontakte am selben Tag erfasst und binnen einer Woche an den Vertrieb
  • Fotos und Unterlagen für die Nachbereitung gesichert
  • Auswertung: Zusagequote, tatsächliche Gäste, Kosten je Position
§ 07Fragen

Häufige Fragen zur Hausmesse.

Ab wie vielen Gästen lohnt sich das?

Unterhalb von etwa achtzig Gästen ist ein Kundentag im kleinen Rahmen meist sinnvoller als eine Hausmesse mit Programm und Mitausstellern. Nach oben gibt es keine feste Grenze; ab etwa 500 Gästen wird die Fläche zur bestimmenden Größe.

Welcher Wochentag ist der richtige?

Dienstag bis Donnerstag. Montags reisen viele an, freitags gehen sie früh. Bei Handwerks- und Handelskunden ist auch ein Samstag möglich – dann kommen Entscheider oft mit Familie, was das Programm verändert.

Wie lange dauert die Planung?

Sechs bis neun Monate sind komfortabel, vier Monate machbar, wenn Halle und Termin stehen. Unter drei Monaten leidet vor allem die Einladung: Ihre Gäste planen ihre Woche nicht kurzfristig um.

Braucht eine Hausmesse eine Genehmigung?

Das hängt von Gästezahl, Fläche und Nutzung ab. Eine Produktionshalle ist baurechtlich keine Versammlungsstätte; ab einer bestimmten Personenzahl oder bei Nutzungsänderung wird die Sache genehmigungspflichtig. Wir klären das früh mit Ihnen und, wo nötig, mit der Behörde – lieber ein Anruf zu viel als eine Auflage am Aufbautag.

Was kostet eine Hausmesse?

Das hängt an Gästezahl, Programm, Ausstattung und daran, wie viel Sie selbst übernehmen. Deshalb nennen wir keine Pauschale, sondern rechnen die Positionen aus § 05 für Ihren Fall durch. Sie bekommen ein Budget, in dem jede Zahl einzeln steht und das Sie kürzen können.

Muss die Produktion stillstehen?

Nicht zwingend. Oft läuft ein Teil weiter und wird zur Attraktion. Entscheidend sind Absperrung, Wegeführung und Aufsicht. Was stillsteht, entscheiden wir gemeinsam mit Ihrer Produktionsleitung, nicht am grünen Tisch.

Wie viele Mitaussteller sind sinnvoll?

Zwei bis sechs. Genug, um das Programm zu füllen und Gäste über deren Verteiler zu gewinnen; wenige genug, dass Sie der Gastgeber bleiben und nicht ein Aussteller unter vielen.

Woran messen wir den Erfolg?

An der Zusagequote, den tatsächlich erschienenen Gästen, der Zahl qualifizierter Gespräche und daran, was der Vertrieb vier Wochen später noch in der Hand hat. Diese Zahlen liefern wir in der Nachbereitung mit.

Anfrage

Halle, Wunschtermin, ungefähre Gästezahl.

Mehr brauchen wir nicht für eine erste Einschätzung – auch zu der Frage, ob sich eine Hausmesse in Ihrem Fall überhaupt lohnt. Rückmeldung am selben Werktag.

Telefon +49 151 23209767 E-Mail info@iem-ideen.com Einsatzgebiet bundesweit und europaweit Sitz Streitelsfinger Straße 45E, 88131 Lindau Büro Weilstr. 7–9, 73734 Esslingen am Neckar