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Start / Eigene Veranstaltung

Ein eigenes Format ist der größte Hebel – und das größte Risiko.

Sie bestimmen Thema, Termin, Teilnehmer und Preis. Sie tragen aber auch die Kosten, wenn zu wenige kommen. Wir haben beides gemacht, für Kunden und auf eigene Rechnung – und sagen deshalb vorher, woran solche Veranstaltungen scheitern.

Vorlauf
neun bis achtzehn Monate
Risiko
trägt der Veranstalter
Finanzierung
Tickets, Aussteller, Sponsoren
Pflicht
Ausstiegspunkte
§ 01Rechnung

Zuerst die Rechnung, dann das Programm.

Die meisten eigenen Formate scheitern nicht am Inhalt, sondern an einer Kalkulation, die nur bei vollem Haus aufgeht. Unsere Regel: Die Rechnung muss auch bei der Hälfte der erwarteten Gäste tragen. Erst dann lohnt sich der nächste Schritt.

Fixkosten

Was anfällt, egal wie viele kommen

Fläche und Location, Technik, Standbau, Grundpersonal, Marketing, Referenten, Planung. Diese Summe steht, bevor die erste Anmeldung eingeht.

Variable Kosten

Was mit jedem Gast wächst

Catering, Unterlagen, Namensschilder, Service, teilweise Personal. Der angenehme Teil: Er wächst erst, wenn auch die Einnahmen wachsen.

Einnahmen

Drei Quellen, nicht eine

Teilnehmergebühren, Ausstellerflächen, Sponsorenpakete. Wer nur auf Tickets setzt, hat bei jeder Absage ein Loch; wer Aussteller und Sponsoren früh verkauft, hat die Fixkosten meist schon gedeckt, bevor der Vorverkauf startet.

Schwelle

Ab wann trägt es?

Wir rechnen die Zahl aus, ab der die Veranstaltung schwarze Zahlen schreibt – und die Zahl, ab der abgesagt wird. Beide stehen vor dem Start fest, schriftlich.

§ 02Zugkraft

Wer bringt die Besucher?

Ein eigenes Format lebt von Partnern mit eigenem Verteiler. Wer allein einlädt, füllt selten einen Saal – egal wie gut das Programm ist.

Verbände und Kammern

Bringen Glaubwürdigkeit und einen Verteiler, der Ihre Zielgruppe schon abonniert hat. Oft gegen eine Rolle im Programm statt gegen Geld.

Hersteller und Lieferanten

Stellen aus, sponsern und laden ihre eigenen Kunden ein. Das ist die günstigste Besucherquelle überhaupt.

Medienpartner

Fachzeitschriften und Portale gegen Sichtbarkeit: Anzeigen, Newsletter, redaktionelle Begleitung. Früh ansprechen, die Planung läuft Monate vor.

Referenten

Wer spricht, lädt sein Netzwerk ein. Das gehört ausdrücklich zur Absprache, nicht zur Hoffnung.

Eigener Vertrieb

Persönliche Einladung schlägt jede Mail. Die wichtigsten dreißig Kunden lädt der Vertrieb telefonisch ein, nicht der Newsletter.

Programm als Argument

Ein Thema, das die Branche gerade beschäftigt, füllt den Saal. Ein Firmenjubiläum tut das nicht.

§ 03Verkauf

Aussteller und Sponsoren sind Vertriebsarbeit.

Über Monate, mit Unterlagen, Preisen und Nachfassen – kein Nebenprodukt der Planung. Wir bauen die Pakete und begleiten den Verkauf, geführt wird er gemeinsam mit Ihnen, weil die Beziehungen bei Ihnen liegen.

Pakete

Was genau wird verkauft

Fläche, Standausstattung, Logoplatzierung, Vortragsslot, Teilnehmerliste, Nennung in der Einladung. Drei Stufen reichen; mehr verwirrt und verhandelt sich schlechter.

Unterlagen

Ein Dokument, das verkauft

Zielgruppe, erwartete Teilnehmer, Programm, Flächenplan, Preise, Fristen. Ohne belastbare Angaben unterschreibt niemand – und mit übertriebenen Zahlen kommt niemand wieder.

Tickets

Preis, Staffel, Abwicklung

Frühbucher, Normalpreis, Gruppen, Freikarten für geladene Gäste. Dazu Anmeldestrecke, Zahlung, Rechnungen, Stornos – technisch und steuerlich sauber aufgesetzt.

Betreuung

Vor Ort und danach

Aussteller einweisen, Aufbauzeiten koordinieren, während der Veranstaltung ansprechbar sein – und hinterher berichten, was sie bekommen haben. Davon hängt die nächste Ausgabe ab.

§ 04Absicherung

Ausstiegspunkte gehören in die Planung.

Nicht als Pessimismus, sondern als Rechnung: Bis wann lässt sich verkleinern, verschieben oder absagen – und was kostet jeder dieser Schritte?

T − 9 Monate
VorentscheidungFixkosten grob, Zusagen von zwei, drei Partnern mit Verteiler. Ohne diese Zusagen wird das Format gar nicht erst gestartet.
T − 6 Monate
Erster PrüfpunktLocation gebucht, Programm steht, Aussteller angesprochen. Sind die Pakete zur Hälfte verkauft, geht es weiter – sonst wird verkleinert.
T − 4 Monate
Zweiter PrüfpunktVorverkauf läuft, Anmeldungen zählbar. Jetzt entscheidet sich Saalgröße, Catering-Umfang und Werbebudget.
T − 10 Wochen
Letzter AusstiegDanach greifen bei Location, Technik und Catering die Stornostaffeln. Was jetzt abgesagt wird, kostet einen Teil; was später abgesagt wird, kostet fast alles.
T − 4 Wochen
Nachsteuern statt absagenFreikarten an Wunschgäste, zusätzliche Einladungswelle, Programm verdichten. Kleiner planen ist billiger als leer dastehen.

Ehrlich gesagt: Wir haben erlebt, dass eine geplante Veranstaltung trotz guter Vorbereitung nicht stattfand, weil die Zusagen nicht zusammenkamen. Genau deshalb reden wir über Ausstiegspunkte, bevor der erste Vertrag unterschrieben ist – und sagen früh, wenn die Zahlen nicht tragen. Das ist unbequemer als ein optimistisches Angebot, aber es ist der Grund, warum man mit uns ein zweites Mal arbeitet.

§ 05Fragen

Häufige Fragen zur eigenen Veranstaltung.

Wie lange dauert der Aufbau eines neuen Formats?

Realistisch neun bis achtzehn Monate bis zur ersten Ausgabe. Der Löwenanteil davon ist nicht Planung, sondern Verkauf: Partner, Aussteller, Sponsoren.

Übernehmen Sie auch die Veranstalterrolle?

In der Regel nicht. Veranstalter bleiben Sie, mit Vertrag, Haftung und Erlös. Wir planen, koordinieren, führen Regie und begleiten den Verkauf. In Einzelfällen gehen wir mit ins Risiko – dann sprechen wir vorher über Beteiligung.

Was kostet die Begleitung?

Konzeptpauschale für die Machbarkeit und Kalkulation, danach ein Projekthonorar nach Umfang. Bei Formaten, die wiederholt stattfinden, auch als laufende Betreuung je Ausgabe.

Und wenn die Zahlen nicht aufgehen?

Dann sagen wir das in der Machbarkeitsrechnung, nicht drei Monate vor dem Termin. Oft lässt sich das Format kleiner denken – ein Fachtag statt einer Messe, ein Abend statt zwei Tagen.

Gibt es eine günstigere Alternative?

Ja, meistens: eine Hausmesse auf dem eigenen Gelände oder eine Roadshow. Beides erreicht Ihre Kunden, ohne dass Sie das Risiko eines offenen Formats tragen.

Anfrage

Welche Idee, welche Zielgruppe?

Wir rechnen die Machbarkeit durch, bevor irgendetwas gebucht wird – und sagen Ihnen ehrlich, ob das Format trägt.

Telefon +49 151 23209767 E-Mail info@iem-ideen.com Einsatzgebiet bundesweit und europaweit